Gemeinde Koberg

So erreichen Sie uns:

Amt

Bürgermeister

Feuerwehr

Polizei

Veranstaltungen:

Demnächst

Links:

MarktTreff

Kirche

Verwaltung

Verwaltung - Infos

Kreis

Land

Zuständigkeits-Finder Schleswig-Holstein

Wappen

© Gemeinde Koberg 2011 - 2017   Home - Bildtexte - Suche - Kontakt - Disclaimer - Impressum

Thema 2016

Liebe Kobergerinnen und Koberger,


am Sonnabend, den 11. Juni 2016, fand nach einer Pressemeldung in der ehemaligen Gaststätte „Zum Koppelkaten“ ein „Rechts-Rockkonzert“ statt. Da ich an diesem Wochenende nicht in Koberg war, überraschten mich die Meldungen dann am darauf folgenden Montag.


Ein freier Journalist des „Recherche-Netzwerks“ rief mich an und berichtete, dass sich jetzt zum wiederholten Male in Koberg auf dem Saal „Zum Koppelkaten“ Rechstradikale aus Koberg sowie die verbotene Musikgruppe „Kategorie-C“ zu einem Konzert eingefunden hätten.


Den im Internet unter www.recherche-nord.com/archiv/2016.06.11.html publizierten Text lesen Sie hier.


Am besagten Montag stand dann das Telefon nicht mehr still und Pressevertreter sowie besorgte Bürger baten mich um Auskunft zu den geschilderten Vorgängen in Koberg, wobei ich mich selbst erst einmal informieren musste.


Am Mittwoch, den 15. Juni 2016, erschien dann in den „Lübecker Nachrichten“ der folgende Artikel: Rechtsrockkonzert irritiert Kobergs Bürgermeister.


Am Freitag, den 17. Juni 2016 berichten die Lübecker Nachrichten dann erneut: Jusos und Grüne warnen nach Neonazi-Konzert vor Verharmlosung.


Als Bürgermeister unserer Gemeinde möchte ich zu den Vorfällen Stellung beziehen.


Ich bin erschüttert, dass dieses Konzert in Koberg stattgefunden hat und bin damit überhaupt nicht einverstanden. Ich schäme mich für unsere Gemeinde und bin extrem sauer, weil ich bereits 2013, beim 1. Konzert bzw. dieser sogenannten „Geburtstagsfeier“, Absprachen getroffen hatte, die jetzt nicht eingehalten wurden.


Diese sogenannte Band ist nicht verboten, doch ist sie der rechten Szene zuzuordnen.

Das ganze konspirative Gehabe vor dem Auftritt - mit Abholung von der Autobahn in Gudow und dem  sogennannten „Sicherheitsdienst“ mit Funkgeräten und den uniformen Outfits mit den schwarzen T-Shirts usw. ist Nazi-Gehabe und hat in unserem Dorf nichts zu suchen! Das hat auch nichts mit Zusammengehörigkeitsgefühl zu tun, sondern ist falsch verstandener Gruppenzwang. Wer eine Uniform tragen will, kann bei der Freiwilligen Feuerwehr eintreten und dort Sinnvolles tun!


Wer etwas veranstalten möchte, kann dieses öffentlich tun und braucht sich vor nichts und niemandem verstecken. Oder man hat etwas zu verbergen, tut Unrechtes und muss so vorgehen.


Ich sage in aller Deutlichkeit im Namen aller Koberger Einwohner und Einwohnerinnen:


Ich dulde keine Rechtsradikalen in Koberg und bin dagegen, dass einige junge Erwachsene den Ruf unserer Gemeinde in den Schmutz ziehen. Wir sind nicht braun!


Am Anfang der Woche hatte ich dann Besuch von zwei jungen Erwachsenen aus Koberg, die als verantwortliche Veranstalter des Konzerts aufgetreten sind und den Sachverhalt mit mir klären wollten. Auch dort habe ich meinen Standpunkt mitgeteilt.


Im Übrigen hat die Staatsschutzabteilung der Bezirkskriminalinspektion Lübeck die Ermittlungen aufgenommen und wird sich intensiv mit dem Vorgang beschäftigen.


Gez. Smolla

- Bürgermeister -

Koberg gegen Rechtsextremismus