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Lieber „Monopoly“ statt „Minecraft“

Zehn Jahre lang war Koberg abgeschnitten von Spiel und Spaß. Doch jetzt ist die mobile Spieliothek vom Kreisjugendring wieder da. Etliche Mütter mit Kleinkindern, „große“ Kinder und Teenager kommen, um kostenlos in der Spielekiste zu stöbern. Kein Einzelfall, eher der Trend!


Koberg. Fast 40 Jahre schon gibt es die „Mobile Spieliothek“ des Kreisjugendrings (KJR) Herzogtum Lauenburg. Drei fest angestellte Mitarbeiterinnen und ein „Bufdi“, ein junger Mensch im „Bundesfreiwilligendienst“, steuern den gelben Lieferwagen, vollgepackt mit rund 100 Gesellschaftsspielen – Karten-, Brett- und Logik-, Geschicklichkeits-, Rate- und Glücksspielen – in zur Zeit 34 Gemeinden im gesamten Kreis Herzogtum Lauenburg.

Jüngstes Ziel ist das Dorfgemeinschaftshaus („MarktTreff“) in der Ortsmitte Kobergs im Amt Sandesneben-Nusse. „Bis vor zehn Jahren waren wir Zielort der Spieliothek. Doch dann ging uns die Zielgruppe von der Fahne. Die Kinder oder Jugendlichen hatten eine Altersstruktur erreicht, in der kein Interesse mehr an diesen Spielen bestand. Und danach gingen die ehrenamtlichen Betreuer“, erinnert sich Bürgermeister Jörg Smolla.

Jetzt ist er froh, dass zwei junge Mütter die Initiative ergriffen und das Spielmobil aus Mölln wieder nach Koberg gelotst haben: Julia Dohrendorf-Steffen, gleichzeitig stellvertretende Bürgermeisterin von Koberg, und ihre gute Bekannte Nicole Korthals hatten die Spieliothek und ihr Angebot in Duvensee kennen und lieben gelernt.

„Wir haben dort mal nachgefragt, ob sie nicht auch wieder nach Koberg kommen könnten“, erzählt Nicole Korthals. Klaro! Der Antrag wurde Anfang des Jahres gestellt und am vergangenen Freitag war es soweit. Spieliothek-Leiterin Kerstin Eichler kam gemeinsam mit ihrer Kollegin Elke Böckmann und dem neuen „Bufdi“ Eike Elias nachmittags um 15.45 Uhr zum MarktTreff. Und kurz danach schauten auch die ersten Interessenten herein, suchten sich Spiele aus und setzten sich in den Aufenthaltsraum, um diese gleich auszutesten.

„Der Termin ist optimal“, erklärt Julia Dohrendorf-Steffen. Denn zeitgleich findet vorn im MarktTreff beziehungsweise in der „Kleinen Backstube“ der wöchentliche „Tortennachmittag“ statt. Von dieser Besucherklientel erhoffen sich die Initiatorinnen weiteren Zuspruch für das Angebot im rückwärtigen Bereich des Dorfgemeinschaftshauses. Erstaunlicherweise erlebt die Spieliothek mit ihrem Angebot von rund 350 Gesellschaftsspielen, von denen etwa 100 jeweils vor Ort präsentiert werden, derzeit wieder eine Renaissance. „Wir haben im vergangenen Jahr 8484 Besucher und 7828 Ausleihen gezählt“, berichtet Kerstin Eichler.

Die mobile Spieliothek des KJR ist wieder in Koberg: Es freuen sich Julia Dohrendorf-Steffen mit Matti, Nicole Korthals mit Töchtern, Elke Böckmann, Bürgermeister Jörg Smolla und Bufdi Eike Elias.


© Fotos: UNK

Organisation

34 Gemeinden werden im Augenblick von der mobilen Spieliothek des Kreisjugendrings (www.kjr-herzogtum-lauenburg.de) angefahren - im Drei-Wochen-Rhythmus. Zwei bis drei Orte pro Nachmittag sind möglich. So kommt die Spieliothek elf- bis zwölfmal im Jahr in jede der teilnehmenden Gemeinden. Die Spieliothek im Kreis Herzogtum Lauenburg besteht seit 1979.

Drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und ein Bundesfreiwilliger betreuen die Spieliothek, dazu kommen noch rund 60 ehrenamtliche Helfer in den beteiligten Gemeinden. Von den insgesamt 350 Spielen wird eine Auswahl von etwa 100 mitgebracht und vor Ort innerhalb von einer bis anderthalb Stunden präsentiert, wobei die Spieliothek-Mitarbeiter helfen und erklären.

Die Spiele sind geeignet für Menschen ab zwei Jahre bis ins Greisenalter. Die Ausleihe ist kostenlos. Die Ausleiher müssen sich aber registrieren lassen. Lediglich die Gemeinden zahlen eine geringe Jahresgebühr an den Kreisjugendring.

15. September 2017, Lübecker Nachrichten, von Joachim Strunk

Die mobile Spieliothek des KJR ist wieder in Koberg: Es freuen sich Julia Dohrendorf-Steffen mit Matti, Nicole Korthals mit Töchtern, Elke Böckmann, Bürgermeister Jörg Smolla und Bufdi Eike Elias.

„Wir merken immer öfter, wie wichtig es ist, Kinder und Jugendliche an die althergebrachten Gesellschaftsspiele heran zu führen“, erzählt Elke Böckmann. So sehr auch Computerspiele wie „Minecraft“, „Ninja“ oder „Moorhuhn-Jagd“ und die sozialen Medien verlocken, haben die jungen Leute die Lust an „althergebrachter“ Bespaßung noch nicht verloren. Vielleicht ist sogar ein Zeitpunkt erreicht, wo auf Grund der Massennutzung von Smartphones, Tablets und Co. eine Rückkehr zu den „alten Spielen“ geradezu verlockend erscheint, weil sie sich so vom Massentrend abhebt. Offene Ganztagsschulen, Kindergärten mit Nachmittagsbetreuung und eben auch Dorfgemeinschaftshäuser sind die Zielorte des Spielmobils. Auf den vorderen Plätzen der aktuellen Spieliothek-Bestleiher-Liste stehen laut Kerstin Eichler und Elke Böckmann „Geisterbahn“, „Da ist der Wurm drin“ und „Monopoly junior“. Langfristige Beliebtheitswerte beanspruchen „Monopoly“, „Scotland Yard“ und das Holzspiel „Jenga“ für sich.

Information

Was es zu beachten gibt, haben wir in Kürze für Kinder und Eltern auf dieser Seite zusammen gestellt.