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Leserbriefe


Zum Bericht „Ja, die Außenwirkung war nicht gut“, erhielten die „Lübecker Nachrichten“ zum Lokalteil Lauenburg vom 17. Juli zwei Briefe, die in der Zeitung abgedruckt wurden. Leserbriefe geben nicht immer die Meinung der Zeitung - und der Gemeinde Koberg - wider.

Verharmlosende Selbstdarstellung


Als Veranstalter der Diskussion zum Rechtsrock-Konzert in Koberg wundern wir uns sehr über die verharmlosende Selbstdarstellung voller absurder Ausreden.


Klar ist doch: Es handelte sich um ein aufwendig und konspirativ organisiertes Treff en Gewalt verherrlichender und rechtsextremer HooIigankreise. Und das nicht zum ersten Mal im Ort.


Die Veranstalter wussten demnach sehr genau, wen sie sich da eingeladen hatten. Als Wahlkreisabgeordnete haben wir daher bewusst zusammen mit dem Bürgermeister eine Diskussion veranstaltet: Unser Ziel war es, die Gemeinde nicht von außen zu stigmatisieren, sondern vor Ort fachliche Unterstützung anzubieten und gemeinsam im Dialog die Vorkommnisse kritisch aufzuarbeiten. Die Debatte verlief äußerst sachlich, konstruktiv wurde nach Lösungen gesucht. Das skizzierte Szenario von Hafenstraßen-Zuständen im Dorf ist vor diesem Hintergrund schlichtweg grotesk. Vielmehr berichteten Anwohner von rechtsextremer Bedrohung - aus gutem Grund haben die so genannten „Koberger Jungs“ ein schlechtes Image. Dorfgemeinschaft, aber auch Polizei und Kommunalpolitik, stehen in einer gemeinsamen Verantwortung. Als Zivilgesellschaft müssen wir uns jedweden rechtsextremen Umtrieben frühzeitig und entschlossen entgegenstellen - das ist auch eine Lehre aus unserer Geschichte.


All diejenigen, die sich nicht von Neonazis und Hooligans einschüchtern lassen, werden wir auch in Zukunft unterstützen.


Burkhard Peters, MdL, und Konstantin von Notz, MdB, der Grünen.

Schlag ins Gesicht aller Antifaschisten


Mit - gelinde gesagt - „Erstaunen“ habe ich zur Kenntnis genommen, dass Sie fast eine komplette Seite der Selbstdarstellung einem der Initiatoren des Rechtsrockkonzertes in Koberg überlassen haben.


Bereits die von Ihnen gewählte Überschrift „Ja, die Außenwirkung war nicht gut“ gefolgt von vielen anderen Zitaten im Text verharmlost den Skandal, der sich am 11. Juni dort eigentlich abgespielt hat. Unter den (wegschauenden) Augen der Polizei (die nicht einmal Autokennzeichen der auswärtigen Neonazis notierte - geschweige denn andere Maßnahmen in die Wege leitete) konnten die Veranstalter nicht nur das Konzert der rechtsextremen Band, „Kategorie C“ ungestört durchführen, sondern auch uniformiert mit Funkgeräten im Ort patrouillieren.


Dieses auf eine Frage der „missglückten Außenwirkung“ zu reduzieren, ist eine Verharmlosung, die ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Antifaschisten und Demokraten im Kreis Herzogtum Lauenburg ist.


Ging es Ihnen darum, „auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen“, wäre zumindest innerhalb des Artikels angebracht gewesen, zum Beispiel Kobergs Bürgermeister Jörg Smolla (hauptberuflich Polizeibeamter in Hamburg) zu einer Stellungnahme zu befragen und nicht die Verharmlosungen der Neonazis unkommentiert zu veröffentlichen. Im Ergebnis könnte man Ihren Artikel fast als Aufforderung an die rechte Szene verstehen - nach dem Motto „Es gibt dann zwar ein bisschen Aufregung im Dorf, aber wir bekommen hinterher ausführlich in der Presse die Möglichkeit, darzustellen es war doch alles gar nicht so gemeint“.


Dies haben die Grünen-Politiker Konstantin von Notz (MdB) und Burkhard Peters (MdL) mit Sicherheit mit ihrem Ratschlag ,,Redet mit Ihnen! Kommt miteinander ins Gespräch" nicht beabsichtigt.


Christin Hönemann