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Magepa: „Wir finden die Lösung für ein Problem“

Ob Kraftwerk oder Golfplatz: Die Koberger Firma Magepa ist spezialisiert auf individuelle Kundenwünsche.


Koberg - Zu jenen Unternehmen, die sich das schöne Motto „Geht nicht, gibt's nicht“ auf ihre Fahnen geschrieben haben, gehört auch Magepa Feinmechanik in Koberg.


„Unsere Kunden kommen entweder mit einer Zeichnung zu uns - oder mit einem Problem“, erzählt Geschäftsführer Ralf Schmidt. Eine Lösung für das Problem finde man eigentlich immer.

Links: Ohne präzise Schweißarbeiten geht bei der Metallverarbeitung heute nicht viel. Kai Busekow arbeitet oben an Röhren für die Hauni-Werke (Maschinen für die Tabakindustrie) in Hamburg

Der Firmenname ist eine Abkürzung und steht für „Maschinen- und Gerätebaupartner“. Magepa fertigt seit einem halben Jahrhundert Metallteile jeder Art und fast jeder Größe, die für ganz spezielle Jahrhundert Metallteile jeder Art und fast jeder Größe, die für ganz spezielle Geräte und Maschinen benötigt werden. So finden sich in zahlreichen deutschen Kraftwerken Komponenten, die in Koberg hergestellt wurden.


„Keine Massenproduktion“ - das sei in seinem Betrieb einer der Grundsätze, sagt Ralf Schmidt. Deshalb arbeite man zum Beispiel nicht für die Autoindustrie, die das gleiche Teil hunderttausendfach benötige. Magepa dagegen fertige Individuelles nach Kundenwunsch - in meist überschaubaren Stückzahlen, manchmal auch als Einzelanfertigung.


„Wir liefern genau die Metallteile, die ein Maschinenbauer braucht“, erläutert Marten Beyer, bei Magepa für den Vertrieb zuständig. Wenn ein Kunde noch keine genauen Vorstellungen von dem Werkstück habe, das er benötige, dann beginne das große Tüfteln. Die Firma in Koberg hat genau dafür die richtigen Mitarbeiter - und anschließend auch die Experten, um die Ideen praxisgerecht zu realisieren.

Oben:

Magepa-Chef Schmidt (l.) und Mitarbeiter Ivo Romig an einer 3-D-Koordinaten-Messmaschine.


Unten:

Blattfedern für Kraftwerke des Energiekonzerns RWE.

Steckbrief

Firmenname: Magepa Feinmechanik

Adresse: Herrenstraße 24, 23881 Koberg, Telefon 045 43/80 88 0

Gegründet: 1963 in Hamburg durch Günter Schmidt, den Vater des jetzigen Firmenchefs. 1972 Umzug nach Koberg.

Mitarbeiter: 30

Auszubildende: aktuell einer

Internet: www.magepa.de

Dirk Szymczak stellt Deckel für Kreiselkompasse her - ein echtes Nischenprodukt.

Fotos: Norbert Dreessen

„Es kommt aber auch vor, dass ein Kunde einen konkreten Wunsch hat, bei der eine Machbarkeitsstudie ergibt, dass die Umsetzung schlicht zu teuer wäre“, sagt Firmenchef Schmidt. In solchen Fällen werde weiter getüftelt, bis eine wirtschaftlich vertretbare Alternativlösung gefunden sei.


Die wird dann in den modernen Werkhallen verwirklicht. Stanzen, Sägen, Schleifen, Fräsen, Drehen, Erodieren, Schweißen, Löten, Biegen, Nieten, Zerspanen, Entgraten und Montieren - was immer man mit Metall anstellen kann, hier geschieht es. Alle dafür nötigen Maschinen sind vorhanden, das noch wichtigere Wissen der Mitarbeiter ebenso. „Wir haben breit aufgestellte Fertigungsmöglichkeiten“ betont Marten Beyer. Diese Aussage ist im Grunde auch nur eine Umschreibung für „Geht nicht, gibt's nicht“.


Es gibt auch fast kein Metall, das bei Magepa nicht ver- und bearbeitet wird, wobei Edelstahl mengenmäßig fast immer an erster Stelle steht. „Wir haben auch schon Goldscheiben für einen Goldschmied ausgestanzt“, berichtet Schmidt.


Wenn mal kein Auftrag erledigt wird, dann tüftelt das Magepa-Team eben selbst etwas aus und bringt es dann auf den Markt. So kam eine Tabletten-Verpackungsmaschine zustande, so wurde ein ganz spezielles Bedruckungsgerät für Textilien realisiert. Und dann war da noch der Kunde, der eigentlich nur einen Halter für ein Werbeschild suchte. Magepa-Chef Schmidt erinnert sich. „Durch intensive Gespräche entwickelte sich aus diesem Halter eine Maschine. Der Kunde war ein Ausstatter für Golfplätze und Driving Ranges. Gemeinsam mit ihm entwickelten wir dann Maschinen wie Ballautomaten, Ballsammler, Ballwascher und Balltransportsysteme, die heute mit modernster Fertigungstechnik hergestellt werden.“


Genau dieser Ideenreichtum ist es, der die Kunden beeindruckt. Deren Zahl jedenfalls steigt, und das soll so bleiben. „Wir planen, weiter zu wachsen“, erklärt der Geschäftsführer. Wer sich seinen Betrieb und dessen Produkte anschaut, wird daran nicht zweifeln.

Kaltgewalzter Stahl von 0,05 Millimeter


Eine Spezialität von Magepa sind mehrfach gebogene Rohre für den Durchfluss von Luft, Gas oder Flüssigkeiten. „Wir verarbeiten nahtlose Rohre, die im Hochdruckbereich von mehreren 100 bar eingesetzt werden“, sagt Geschäftsführer Ralf Schmidt. Bei Rohren komme es auf eine hohe Formstabilität an. Die erreiche sein Unternehmen „durch moderne Technologie und mithilfe von flexiblen Werkzeugen“. Damit ließen sich „sehr anspruchsvolle Biegeaufgaben lösen“. Magepa fertigt Rohre aus verschiedenen Materialien mit Durchmessern bis 15 Zentimetern.


Federbleche machen einen erheblichen Teil der Magepa-Produktion aus. Das Unternehmen fertigt diese Teile aus extrem formbeständigem Federbandstahl. Der Vorteil: Er federt immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück und kann auch in sehr dünnen Stärken verarbeitet werden. Zur Produktion von Federblechteilen werden in Koberg kaltgewalzte Edelstähle in verschiedenen Stärken von 0,05 bis drei Millimeter verwendet. Daraus hergestellt werden unter anderem Leitbleche, Blattfedern, Andruckfedern, Halter und Scharniere fast jeder Größe.


31. Januar 2015, von Norbert Dreessen, Lübecker Nachrichten