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Waldfriedhof am Hevenbruch

Mittlerweile sind über drei Jahre ins Land gegangen, und der eine oder andere hat sich sicherlich gefragt, wie es um den Waldfriedhof steht. Ist das Thema noch aktuell oder wie geht es weiter? Es geht weiter, und zwar mit jetzt großen Schritten!


Die Fläche wurde von der Gemeinde gekauft. Um die Nutzungsänderung der Ackerfläche in eine Waldfläche für den Waldfriedhof Koberg durchführen zu lassen, war langer Atem nötig. Viele rechtliche Hindernisse haben sich dem Projekt in den Weg gestellt.

Waldfriedhof, Plan

Zur Planzeichnung (PDF, 265 kB).

Leider konnten die Verantwortlichen des Kreises mit unserer guten Idee der Neuanlage eines Natur- bzw. Waldfriedhofes nicht allzu viel anfangen und zeitweise hatte ich das Gefühl, dass der Bau der Fehmarnbelt-Querung einfacher zu realisieren ist, als ein Stück Acker in eine Waldfläche zu verändern. Schade ist, dass den Gemeinden bei der Planung und Umsetzung, gerade für den Erhalt der Natur in einem übersichtlichen Rahmen, so viel Misstrauen entgegen gebracht wird. Bezeichnend ist hier sicherlich auch der Sachverhalt im Duvenseer Moor, worüber ja in der Presse intensiv berichtet wurde. Doch das Duvenseer Moor soll hier jetzt kein Thema sein und wir wollen beides nicht miteinander vergleichen.


Die Gemeindevertretung konzentriert sich jetzt voll auf die Planung und Umsetzung unseres Waldfriedhofes. Der Erstaufforstungsantrag ist gestellt und die Gemeinde hofft, in Kürze einen positiven Bescheid in den Händen halten zu können. Bei der Aufforstung ist nach Angabe des zuständigen Sachbearbeiters der Forstbehörde auch Weitblick bei der Pflanzenauswahl vonnöten. Die Gemeinde sollte sich in heutigen Zeiten nicht nur auf Stieleiche, Rotbuche und Co. festlegen. Denn durch veränderte Klimabedingungen sind auch im gewissen Maß exotische Baumarten durchaus willkommen. Denn um Stürmen, Dürren oder anderen extremen Wettererscheinungen widerstandsfähige Bäume entgegen zu setzen, ist eine gezielte Sortenauswahl erforderlich.



Mit Sorge sehe ich die Trockenheit des zu Ende gehenden Jahres. Bis in 90 cm Tiefe ist der Boden staubtrocken. Ich hoffe, dass es in den nächsten Wochen schöne Niederschläge gibt, die für ein wenig Ausgleich sorgen. Die Trockenheit würde bei den geplanten Pflanzungen zum Problem werden und bei einem trockenen Winter müsste die Pflanzung verschoben werden. Bis es so weit ist, gibt es noch viele andere Dinge zu besprechen und zu planen.

Die Gemeindevertretung wird sich in den nächsten Wochen mit einer möglichen Friedhofssatzung beschäftigen. Im neuen Jahr wird eine Einwohnerversammlung einberufen, denn die Einrichtung eines Friedhofs findet in einem so kleinen Dorf wie Koberg nicht alle Tage statt. Die Gemeindevertretung interessiert schon sehr, wie sich die Bürgerinnen und Bürger ihren Waldfriedhof vorstellen! Und wir möchten auch unsere Fragen an Sie als Interessierte richten:


Diese und sehr viele weitere Fragen werden auftauchen und wollen beantwortet werden. Dabei sollen die Antworten nicht nur von den Mitgliedern der Gemeindevertretung kommen, auch Sie als Kobergerin oder Koberger sollen bei diesem großartigen Projekt mitbieten und sich einbringen.


Nach guter alter Sitte liegt dieses Vorhaben in der Hand der Gemeinde. Das heißt aber auch, dass wir - alle Koberginnen und Koberger - für den Friedhof verantwortlich sind. Und wie bei anderen Einrichtungen der Gemeinde auch, setze ich auch bei der Betreuung und Pflege der Fläche sowie den schriftlichen Dingen auf den ehrenamtlichen Einsatz. Gerade in der Anfangszeit gibt es viel zu besprechen und die Dinge sind ungewohnt.


Da wir uns später unmittelbar mit dem sensiblen Thema Lebensende beschäftigen und auch direkt mit Bestattungs-Unternehmen und Angehörigen in Kontakt treten werden, ist eine gute und gründliche Vorbereitung auf die kommende Aufgabe unabdingbar. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf Ihre kreativen Einfälle, denn unser Friedhof soll ein Ort der Besinnung, des Friedens, der Ruhe aber auch der Lebensfreude und der Erneuerung sein! In Anlehnung an Wolfgang Borcherts Zeilen zum Ohlsdorfer Friedhof hier eine Variante für den Waldfriedhof:

„Koberg! Das sind die großen tollen Bäume, Büsche und Blumen des Waldfriedhofes, dieses vögel-durchjubelten Urwaldes, in dem die Toten ihren Tod verträumen und ihren ganzen Tod hindurch von den Lerchen, den Mädchen, Mähwiesen und Mauern, den Maiabenden und Kornfeldern phantasieren. Das ist kein karger militärischer Bauernfriedhof, wo die Toten (in Reih und Glied und in Ligusterhecken gezwungen, mit Primeln und Rosenstöcken wie mit Orden besteckt) auf die Lebenden aufpassen und teilnehmen müssen an dem Schweiß und dem Schrei der Arbeitenden und Gebärenden – ach, die können ihren Tod nicht genießen! Aber in Koberg – da schwatzen die Toten, vom unsterblichen Leben! Denn die Toten vergessen das Leben nicht – und sie können das Dorf, ihr Dorf, nicht vergessen!“


Frei nach Wolfgang Borchert (1921 – 1947)

Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest sowie ein gesundes 2019! Und denken Sie dran: am 6. Januar 2019 ist der Neujahrsempfang!


Jörg Smolla - Bürgermeister